10 Gründe, warum Tanzen glücklich macht – wenn euch mal jemand fragt, warum ihr das eigentlich tut 29.01.2018

#1 Muskelstärkung: Eine abwechslungsreiche Choreografie bedarf auch abwechslungsreiches Einsetzen seiner Körperregionen. Ständig wechseln die Muskelpartien, die gerade besonders beansprucht werden. Wer viel tanzt, stärkt seinen kompletten Körper, trainiert seine Haltung und baut Kraft auf – sowohl Schnellkraft für plötzliche Bewegungen als auch Kraft

ausdauer beim Halten bestimmter Positionen.

Habt ihr schon einmal die kräftigen Beine eines professionellen Ballett-Tänzers gesehen? Oder den muskulösen Rücken einer Turniertänzerin, die trotz 60 Takten pro Minute, in denen sie beim Wiener Walzer von ihrem Tanzpartner über das Parkett geschleudert wird, ruhig und stabil in seinen Armen liegen bleibt?

 

 

 

 

 

#2 Training der Koordination: 

Der Kopf schaut nach links, das rechte Bein geht einen Schritt nach vorn, die rechte Hand wird nach außen gestreckt, die linke Hand zeigt zum Körper. – All das passiert in einer Choreografie auch schon mal gleichzeitig in ein und der selben Sekunde. Die Koordination gehört wohl mit zu den wichtigsten Stärken, die das regelmäßige Tanzen stetig ausbaut. Wie lernfähig der Körper ist, zeigt sich für mich in jeder Tanzstunde, in der meine Kinder sich innerhalb einer Dreiviertelstunde eine lange Abfolge komplexer Bewegungskombinationen merken und diese wiedergeben können. Linke und rechte Gehirnhälfte fangen an, miteinander zu sprechen und zu arbeiten. Durch jedes Training wird das „Koordinieren“ aller Körperteile einfacher und intuitiver 

– man fängt an, schneller umzusetzen und ist schon bald bereit, sich im Niveau zu steigern.

 

#3 Kondition: Ich habe meine Tanzauftritte früher immer mit einem Hürdenlauf verglichen. Es geht hoch in die Luft, herunter in die Hocke, nach links, nach rechts, und so weiter und sofort. Jede Kraft, die du hast, steckst du in das präzise Ausführen jeder Bewegung, um besonders viel Ausdruck in jeden Moment zu legen. Große Bewegungen, schnelle Bewegungen, kleine Bewe

gungen, … und all das manchmal 4 Minuten lang, in denen jede Sekunde gleich zählt. Eine trainierte Kondition unterstützt die Tanzqualität und gibt dir Kraft, deinen tänzerischen Hürdenlauf bis zur letzten Minute zu genießen.

 #4 Was zwischen ihm und ihr passiert: Ich habe mal gelesen, dass sich Paare durchschnittlich 7 Minuten am Tag im Arm halten. Durchschnittlich. Das kam mir sehr wenig vor und hat mich sogar erschreckt. In einem Tanzkurs steigt diese durchschnittliche Knuddelzeit auf bis zu eine Stunde. Er hat beim Tanzen die Führung, übernimmt für sie Verantwortung, lädt sie zu jede

m Tanzschritt ein. Sie nimmt diese Einladung an, wenn sie möchte, schenkt ihm Vertrauen und Aufmerksamkeit. Emotionen teilen, im Team arbeiten, sich gegenseitig Vertrauen schenken. Ich kenne wenig Hobbys, die man zu zweit ausüben und sich dabei so viel mit dem Partner beschäftigen kann. Tanzen verbindet.

 #5 Demenzvorsorge: In einer Langzeituntersuchung wurde gezeigt, wie positiv sich das Tanzen auf das Gehirn auswirkt. Orientierung, Koordination und Gedächtnis werden ständig gefordert – für mich klingt das auf jeden Fall nach bestem Gehirntraining. Den Link zu einem interessanten Artikel von Dr. med. Eckart von Hirschhausen gibts hier: http://www.spektrum.de/magazin/dance-gegen-demenz-musik-erhaelt-die-grauen-zellen/1368425

 

#6 Gute Musik all Day long: Oh ja. Musik an, Augen zu und loslegen. Wenn ich mir so manche Situationen im Club oder auf Konzerten vor Augen führe, dann stelle ich immer wieder fest: Irgendwie und irgendwas kann man auf jede Musik tanzen, die einem gefällt.

#7Emotionsverarbeitung: Vor allem bei der Arbeit mit Jugendlichen merke ich immer wieder, wie sich etwas bei Ihnen verändert. Jähzorn, Kummer, Respektlosigkeit gegenüber sich selbst und dadurch auch gegenüber Anderen sind Zustände, die im Tanzunterricht verarbeitet werden können. Durch Erfolgserlebnisse und Gruppenprojekten lernen die Schüler, sich selbst und ihre Mitschüler zu schätzen. Tanzen schenkt Körpergefühl, Freude und den Fokus auf sich selbst und seine Fähigkeiten.

 #8 Selbstverwirklichung: Es gibt keine Grenzen. Es gibt keine Regeln. Es gibt kein Falsch, keine Fehler. Es gibt nur dich, deinen Körper, deine Gefühle, deine Musik.

 

 #9 Was Worte nicht sagen können: Wut, Trauer, Freude, Kummer, Angst, Verliebtheit, Mut – Was Worte nicht ausdrücken können, findet beim Tanzen seine Bühne. Ich finde es immer wieder faszinierend, zu sehen, wie Tänzer es schaffen, völlig stumm eine Geschichte zu erzählen und Emotionen zu transportieren. Andersherum stelle ich fest, wie sehr ich meine Gefühle von der Musik oder der Choreografie lenken lasse. Ich vergleiche das Tanzen gern mit einem Schauspiel, bei dem ich in eine Rolle eintauchen und entweder ihre Emotionen erzählen oder meinen freien Lauf lassen kann.

 

#10 Man ist auf nichts angewiesen außer auf sich selbst: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. 🙂

 

Dieser tolle Beitrag ist geschrieben von Clair Karkoczka.  Dankeschön!

Bilder von: www.pexels.com
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